Cornelia Funke

Drachenreiter 3

Der Fluch der Aurelia (Ab 10 Jahre)
Cover: Drachenreiter 3
Cecilie Dressler Verlag, Hamburg 2021
ISBN 9783751300261
Gebunden, 432 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Tobias Schnettler. Mit Illustrationen der Autorin. Endlich ein neues Abenteuer mit Drachenreiter Ben und seinen Gefährten. Ein gigantisches Wesen aus der Tiefsee wird an Land kommen und seine Saat streuen. Ausgerechnet im dicht besiedelten Kalifornien. Wichtig ist, dem Ungeheuer friedlich zu begegnen. Und: Jede der vier Samenkapseln muss von einem Fabelwesen der vier Elemente entgegengenommen werden. Passiert das nicht, droht eine Katastrophe. Und als wäre das noch nicht genug, wittert ein Feind von Barnabas seine Chance.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.02.2022

Im dritten "Drachenreiter-Band" von Cornelia Funke entdeckt Kim Maurus neue gesellschaftskritische Ebenen in der Geschichte, die den Klimawandel und die Profitgier von Menschen thematisieren. Wie schon in den vorherigen Erzählungen stellt sich der Menschenjunge Ben mit seinem Drachenfreund Lung und anderen Weggefährten gegen das Böse, in diesem Fall Cadoc Aalstrom, der die Magie der Fabelwesen zu seinen eigenen Gunsten ausnutzt und deshalb die Kapseln, aus denen neue Wesen entstehen, des größten magischen Seewesens Aurelia stehlen will, resümiert die Rezensentin. Neben bekannten Erfahrungen von Freundschaft, Zusammenhalt und Misserfolgen erkennt Maurus im neuen Band auch mögliche politische Interpretationen der Geschichte, zum Beispiel, dass Fabelwesen, schlicht all jene nicht menschlichen Kreaturen sind und deren Artenvielfalt und Lebensraum von der Herrschsucht der Menschen bedroht wird. Wissend, dass die Autorin selbst kürzlich aus Kalifornien vor den Folgen des Klimawandels floh, machen diese Ebenen die Geschichte authentisch, meint Maurus, auch wenn in der Realität die Rollen leider nicht so eindeutig verteilt sind.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 31.12.2021

Mit dem dritten Teil der Drachenreiter-Reihe, erklärt Rezensentin Roswitha-Budeus Budde, verabschiedet sich Cornelia Funke aus Kalifornien, wo sie fünfzehn erfolgreiche Jahre ihres Lebens verbracht hat. Nicht nur spielt "Der Fluch der Aurelia" an der Küste Malibus, die Rezensentin meint in einer der Figuren sogar ein Alter Ego Funkes zu erkennen, das die Autorin in den Bergen Malibus zurückgelassen hat. Diese Verarbeitung realer Erfahrungen an realen Orten, kombiniert mit Elementen verschiedener Mythologien sowie Wesen aus der Fantasie der Autorin, ist charakteristisch für Funkes Kinder- und Jugendbücher, erklärt Budeus-Budde. Ebenso die überbordenden Szenen und die außergewöhnlichen Dialoge. Besonders hoch rechnet die Rezensentin der Autorin jedoch an, dass ihre Figuren niemals dem "Schwarz-Weiß-Denken" verfallen, sondern wach bleiben und die Welt stets differenziert betrachten.

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