Einband und Illustrationen von Friedrich Hechelmann. on Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.08.2011
Nach der Lektüre von "Geisterritter" weiß Rezensent Tilman Spreckelsen einmal mehr: Cornelia Funke gelingt es auf wunderbare Weise Genregrenzen zu sprengen. Der Titel ihres neuen Kinderbuches verspreche zwar klassische Sehnsuchtsthemen der Kinderliteratur, in ihrer Erzählung gehe Funke aber weit darüber hinaus, so der Kritiker. Von den Eltern auf das Internat in Salisbury geschickt, muss der elfjährige Jon Witcraft, unterstützt von der kleinen Ella und zahlreichen anderen Helfern, gegen den Geist des bereits im sechzehnten Jahrhundert verstorbenen Lord Stourton kämpfen. Dieser verfügt über die Möglichkeit mit Lebenden zu verschmelzen und so erlebt Jon, was es bedeutet, als Ritter in einer Schlacht anderen das Leben zu nehmen um das eigene zu schützen. Wie Funke hier "wohligen Grusel" und romantische Rittervorstellungen durch die Schilderung einer "elementaren Not" ersetzt, findet der Rezensent einfach "bemerkenswert".
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