Menschliche Sicherheit spielt als eigenständiges Sicherheitskonzept seit mehr als einem Jahrzehnt eine wichtige Rolle in den politischen und wissenschaftlichen Debatten. Staaten wie Kanada und Japan haben das Konzept zum Leitmotiv ihrer Außenpolitik erhoben und fördern seine Verbreitung. Erstmals wird damit der einzelne Mensch - und nicht der Staat - zum Bezugspunkt von Sicherheit. Der vorliegende Band legt eine umfassende Bestandsaufnahme der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Konzept menschlicher Sicherheit vor. Zugleich zielt er auf eine Weiterentwicklung des Konzepts und dessen Umsetzung ab. Menschliche Sicherheit wird dabei umfassend in ihren drei Dimensionen "Schutz vor Gewalt", "Schutz vor Not" und "Menschenrechtsschutz" betrachtet.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2008
Rezensent Laurent Goetschel begrüßt das Erscheinen dieser Aufsatzsammlung von Cornelia Ulbert und Sascha Werthes, die das vor knapp 15 Jahren in der politischen Diskussion aufgetauchte Konzept der "menschlichen Sicherheit" aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Ihm gefällt die Einteilung des Buches in drei, thematisch sauber abgezirkelte Teile, und der Umstand, dass im ersten Teil die theoretischen Grundlagen des Begriffs geklärt werden. Das ist nämlich in den Augen des Rezensenten eine große Schwäche früherer Publikationen zum Thema: dass sie "an einer unsauberen Trennung zwischen konzeptionellen und angewandten Überlegungen kranken und nichtwestliche Perspektiven häufig zu kurz kommen." Bedauerlich findet Goetschel dementsprechend an Ulberts und Werthes Publikation vor allem, dass im dritten Teil, der sich mit der Situation in der Dritten Welt und in Schwellenländern befasst, der Fokus auf der "Analyse der Politik von Staaten und internationalen Organisationen" liegt, statt auch "Partnerschaften mit zivilgesellschaftlichen Akteuren abseits etablierter diplomatischer Kanäle" zu beleuchten.
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