Aus dem Amerikanischen von Oliver Plaschka. Seitdem der junge Marcus als Hacker und Aktivist aufgetreten ist, hat er überall in den Vereinigten Staaten Fans und Nachahmer. Inzwischen ist er ein Held des Widerstands gegen die allgegenwärtige Überwachungstechnologie der Heimatschutzbehörde. Gleichzeitig arbeitet er als Webmaster für einen aufstrebenden Politiker, der genau diesen Zustand verändern will. Doch dann bekommt Marcus von Masha, einer früheren Gegenspielerin, einen USB-Stick mit brandheißen und streng vertraulichen Daten zugesteckt, die er nun veröffentlichen soll. Er zögert, denn wenn er sich dazu bekennt, kostet ihn das seinen Job - und wenn er nicht mitspielt, machen die Behörden einfach weiter. Was soll er tun? Und dann sind da auch noch die verdächtigen Gestalten, die Marcus immer engmaschiger beschatten. Kann er die Bombe platzen lassen? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2014
Begeistert hat Fridtjof Küchemann Cory Doctorows nun auch auf Deutsch erschienenen Jugendroman "Homeland" aufgenommen, in dem der Autor erzählt, wie Schüler und Studenten ausspioniert werden. Küchemann folgt hier dem jungen Marcus Yallow, den er bereits aus dem Vorgängerroman "Little Brother" kennt, dabei, wie er mit Hilfe eines von einer Freundin überreichten USB-Sticks Daten im Netz veröffentlicht, die etwa enthüllen, wie ein Lehrer durch die Webcams von Schülern deren Privatleben ausspioniert, oder dass ein Unternehmen, dessen Aufgabe in der Sicherung der Nachschubwege für das amerikanische Militär im Irak und Afghanistan besteht, Studentenkredite vergibt, welche die jungen Studenten ruinieren. Der Rezensent liest nicht nur eine fesselnde und informative Geschichte aus dem Hacker- und Aktivistenleben, sondern auch eine unterhaltsame Erzählung über Eigensinn und Erwachsenwerden. Und da in dem Buch so aktuelle Themen wie etwa die technischen Möglichkeiten zum Schutz der eigenen Rechte behandelt werden, kann Küchemann auch verzeihen, dass die Protagonisten ein wenig zu blass bleiben
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