Aus dem Englischen von Matthias Wieland. Für Violet ist ihre Familie das Größte in der ganzen Galaxis. Als ihr Vater eines Tages einen hochriskanten Auftrag übernimmt und dabei spurlos verschwindet, kann Violet also nicht tatenlos abwarten und Nägel kauen! Sie bricht auf eigene Faust auf, um ihn zu suchen - an ihrer Seite die schrulligen Freunde Elliot und Zachäus. Doch die Weiten des Weltalls sind unermesslich und voller Gefahren, und Violet muss schnell feststellen, dass ihr Vater in GROSSEN Schwierigkeiten steckt… In seinem ersten Comic sowohl für junge als auch erwachsene Leser gelingt es Craig Thompson, Themen wie Familie, Freundschaft und Loyalität leichthändig mit einem rasanten Weltraumabenteuer zu verknüpfen - voller liebenswerter Figuren, verrückter Aliens, spaciger Raumschiffe und ebenso kluger wie scharfer Kritik an Umweltverschmutzung und dem Raubbau an der Natur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.01.2016
Mit Craig Thompsons neuem Sci-Fi-Comic entdeckt Rezensent Christoph Haas die Attraktivität des All-Ages-Comics. Nicht nur die für Thompson ungewohnte Farbigkeit lädt dazu ein, meint er, auch der beschwingte Gestus des Buches, der derjenigen einer Space Opera nahekommt, sowie die Bezüge zu "Star Wars" und "Battlestar Galactica" sorgen für generationenübergreifenden Spaß. Dass die Heldin erst 14 ist, scheint der Rezensent jedenfalls schnell zu vergessen, wenn er sich in das dystopische Setting einer schäbigen Raumschiff-Siedlung versetzt, wo der Autor Familien- und Berufsprobleme und ökologische Herausforderungen verhandelt. Zeitkritik, Verfolgungsjagden und Aliens - für Haas eine gelungene Mischung.
Viel Freude hat Ralph Trommer an diesem bereits 1999 entstandenen Science-Fiction-Comic von Craig Thompson, der mit seinen späteren Graphic Novels "Blankets" und "Habibi" auch als Autor und Zeichner avanciert-erwachsener Stoffe reüssieren konnte. Mit seinem für Kinder konzipierten "Weltraumkrümel" erzählt er im wilden Stilmix von den aufregenden, einfallsreich ausgeschmückten Abenteuern eines an Pippi Langstrumpf erinnernden Mädchens vor der Kulisse eines "komplett vermüllten" Weltalls, erklärt der Rezensent. Entsprechend summt und brummt es in den Bildern, deren Detailreichtum auch bei wiederholten Lektüren Entdeckungen bereithält, schreibt der Kritiker weiter. Nicht nur die ökologische Botschaft der Geschichte gefällt ihm gut, sondern auch die Ansammlung zahlreicher "skurriler Charaktere", denen man hier begegnet. Eltern von Kindern ab 10 Jahren kann er diesen auf Genreklischees verzichtenden Science-Fiction-Comic daher nur wärmstens empfehlen.
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