Die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als eine der gefährlichsten Krisenregionen der Welt. Wenn man eines mit der entlegenen Gegend nicht verbindet, dann ist es Hoffnung. Erst im Oktober 2012 verübten die Taliban dort einen Anschlag auf eine 14-Jährige, die um Bildungschancen für Mädchen kämpfte. Doch genau daran, an die Macht der Bildung, knüpft sich die Hoffnung des 95-jährigen Geoffrey Langlands. Der englische Major, der im Zweiten Weltkrieg ins Land kam, dort blieb und der bis heute Lipton-Tee trinkt und Porridge isst, leitet eine Schule in Chitral, einem alten Fürstentum hoch oben in den Bergen. Hier erzieht er Kinder zu freien Menschen, und die Leute aus dem Tal beschützen ihn. Gemeinsam versuchen sie, eine Welt zu bewahren, die nicht in Krieg und Terror versinken darf, wenn der Westen 2014 seine Truppen aus dem Hindukusch abzieht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2013
Ganz angetan ist Rezensent Wolfgang Günter Lerch von diesem Buch, und der Autor ist es gleichermaßen von seinem Thema. Dass ein alter britischer Major am Hindukusch eine Schule gründet, die sich das Völkerverbindende und den Frieden auf die Fahne geschrieben hat und dazu vor allem die in der Region benachteiligten Mädchen fördert und in der englischen Sprache unterrichtet, kommt aber auch nicht alle Tage vor. Wie Daniel-Dylan Böhmer darüber berichtet, findet Lerch exzellent, sowohl die Recherche, als auch den einfühlenden Schreibstil des Autors betreffend. Dass der Autor nicht dem Exotismus erliegt, und den Leser stattdessen mit jeder Menge Hintergrundinformation über das Gebiet Chitral, wo die Schule liegt; versorgt, über die indisch-britische Geschichte, die religiösen, ethnischen und politischen Implikationen und Traditionen vor Ort, gefällt Lerch ausgezeichnet.
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