Aus dem Englischen von Alexandra Steffes und Henning Hoff. Der pakistanische Journalist Ahmed Rashid, der auf zentralasiatischen Kriegsschauplätzen ebenso zu Hause ist wie in den Korridoren der Macht in den Hauptstädten des Westens, warum sich die Lage in den vergangenen neun Jahren stetig verschlimmert hat. Rashid beschreibt die Hintergründe des Konflikts, das doppelte Spiel Pakistans und das Versagen des Westens. Längst steht nicht nur Afghanistan, sondern die ganze Region auf dem Spiel - und die Sicherheit der Welt.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 27.11.2010
Rezensent Jörn Schulz würdigt Ahmed Rashids Buch "Sturz ins Chaos" als die "wohl beste Darstellung des Afghanistankriegs", die es derzeit gibt. Er schätzt den pakistanischen Journalisten als einen der besten Kenner der Taliban und der Konflikte in Afghanistan. Der Autor zeigt für ihn überzeugend die desaströse Entwicklung in Afghanistan auf und verdeutlicht, dass der Afghanistan-Krieg von Anfang an auch ein Pakistan-Krieg war. Er unterstreicht, dass Rashid den Dschihadismus nicht als Produkt westlicher Intervention darstellt, aber andererseits Interessen und Versäumnisse ausländischer Mächte, die den Aufstieg der Taliban begünstigten, nicht verschweigt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010
Gelungen findet Rezensent Hans Ehlert diese Studie über die Krisenregion Afghanistan und die "Rückkehr der Taliban" von Ahmed Rashid. Vom plakativen Titel "Sturz ins Chaos" sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn das Buch ist nach Ansicht des Rezensenten sehr fundiert. Ausgehend von den Anschlägen am 11. September schildert der pakistanische Journalist für ihn überzeugend die Entwicklung Afghanistans und Pakistans. Dabei beleuchte Rashid eingehend die Hintergründe des Geschehens und beurteile das Vorgehen der Vereinigten Staaten und der Nato kritisch. Deren Unentschlossenheit habe nach Rashid die Erfolge der Taliban erst ermöglicht. Wer sich über die Krisenregion Afghanistan informieren möchte, findet nach Ansicht von Ehlert in dieser Studie einen "exzellenten Einstieg".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2010
Janek Schmidt hat Ahmed Rashids neues Buch "Sturz ins Chaos" offenbar mit Interesse gelesen, beschränkt sich in seiner Kritik aber auf die inhaltliche Zusammenfassung: Rashid berichte zum Beispiel davon, wie Hamid Karsai nach dem 11. September 2001 mit dem Motorrad nach Südafghanistan fuhr, um Paschtunen für den Kampf gegen die Taliban zu gewinnen; oder von Pakistans Bestrebungen, Agenten des eigenen Geheimdienstes zu schützen, die mit den Taliban in Afghanistan gekämpft hatten, indem man sie und führende al-Qaida-Mitglieder unter amerikanischem Schutz ausfliegen ließ. Der Autor berichte auch von "verpassten Gelegenheiten", Afghanistan wieder aufzubauen. Schmidt weist in diesem Zusammenhang auch auf Ahmed Rashids "Standardwerk" "Taliban" hin, welches bereits kurz nach den Anschlägen des 11. September erschienen ist und nun noch einmal aktualisiert wurde.
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