Park Books, Zürich 2026
ISBN
9783038604068 Gebunden, 240 Seiten, 38,00
EUR
Klappentext
In englischer Sprache. Mit 92 farbigen Abbildungen. Seit der Postmoderne sind Architektinnen, Historiker und Theoretikerinnen von einer seltsamen Faszination für faschistische Architektur ergriffen. Woher kommt diese Faszination? Andrew Santa Lucia und Daniel Jonas Roche reagieren mit ihrem Buch auf diesen jahrzehntelang gepflegten akademischen Fetisch. Antifascist Architecture ist der erste Versuch, eine brauchbare Definition antifaschistischer Architektur zu entwickeln, ausgehend von der Frage, wie antifaschistische Architektur aussieht und wer sie baut. Das Buch ist eine kaleidoskopische, peripatetische Bricolage über Menschen, die sich heldenhaft dem antifaschistischen Kampf angeschlossen haben, von Gebäuden, die im Namen des Antifaschismus errichtet wurden. Es ist auch ein "Ruf zu den Waffen" für eine antifaschistische utopische Zukunft. Es ist geschrieben für Studierende und Praktiker der Architektur ebenso wie für Aktivisten und Sozialwissenschaftlerinnen, die sich für antifaschistische Geschichte, Theorie und Praxis interessieren.
Rezensent Ingo Arend findet den von Daniel Jonas Roche und Andrew Santa Lucia verfassten Band spannend und anregend. Den Autoren gelingt nicht weniger als eine "akademische Pionierleistung", jubelt er. Indem sie eine weite Definition von Antifa nutzen, können sie darunter so unterschiedliche Baumeister wie Margarete Schütte-Lihotzky und Abderrahmane Bouchama vereinen. Von Arend verstanden als antifaschistischer Weckruf gegen zeitgenössisches Bauen im Geiste der NS-Architektur bieten die Autoren keine Agitprop-Prosa, sondern ein Amalgam aus Architekturgeschichte und -theorie, Philosophie und Politischer Ökonomie und legen ein fein illustriertes "Standardwerk antifaschistischer Ästhetik" für kritische Urbanisten vor, erklärt der Rezensent.
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