Der Physiker David Mahler glaubt, die Formel für die Zeit entdeckt zu haben. Er will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen und sucht den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov. Doch seltsame Zufälle verhindern immer wieder ein Zusammentreffen. Mahler fühlt sich von unerklärlichen Mächten verfolgt, die Zeit wird zu seinem Feind ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Wolfgang Schneider ist von allen drei CDs, die er bespricht und auf denen Daniel Kehlmann eigene Werke liest, begeistert. Und das, obwohl er den Autor wegen seiner "dünnen Stimme" nicht gerade als charismatischen Vorleser charakterisiert. In dem 1999 erschienenen Roman "Mahlers Zeit" widmet sich der Autor der in der zeitgenössischen Literatur nicht unbedingt verbreiteten Welt der Physik und der Forschung. Der Physiker Mahler glaubt, das Universum neu erklären zu können und wird deshalb von seiner Umgebung verspottet. Das Beeindruckende an dem Roman besteht für Schneider darin, dass der Leser im Ungewissen darüber gelassen wird, ob Mahler tatsächlich genial oder einfach nur ein Spinner ist, rühmt Schneider. Kehlmanns Vortrag habe zudem den Vorzug, durch "Konzentration" und sorgfältige Betonung die Hörer zu bannen, versichert der Rezensent begeistert.
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