Aus dem Englischen von Dagmar Mallett. Daniel Tammet ist einer von nur 100 Inselbegabten und der vielleicht intelligenteste Mensch der Welt. Sein Gehirn leistet Unvorstellbares. Er lernt fremde Sprachen binnen einer Woche und rechnet fast so schnell wie ein Computer. Tammets Kosmos besteht aus Zahlen, die Farben, Formen und Charaktereigenschaften haben. Für ihn ist Mathematik keine trockene Wissenschaft, sondern bunt und lebendig, eine eigene Welt, der ein poetischer Zauber innewohnt. In diesem Buch lässt er uns erstmals an seiner "Poesie der Primzahlen" teilhaben und zeigt eindrucksvoll, dass die Mathematik Antworten auf die universellen Fragen des Lebens zu geben vermag: nach Zeit, Tod oder Liebe.
Christoph Drösser würde sich wünschen, dass man Daniel Tammet mit seiner Sonderbegabung für Zahlen nicht länger wie ein Zirkuspferd in den Talkshows vorführen, sondern ihn endlich als Schriftsteller wahrnehmen würde. Sein jüngstes Buch ist eine vergnügliche und dabei aberwitzig "detailversessene" Essaysammlung über dies und das, von Literatur bis zu Außerirdischen, lässt der Rezensent wissen. Vom Titel darf man sich nicht irreführen lassen, Tammet schreibt nur weniges zur Mathematik, dafür über den in seinen Augen besonderen Reiz der Kreiszahl Pi, die sich für ihn in synästhetischer Schönheit zeigt. Besonders faszinieren lässt sich Drösser von Passagen, in denen der Autor sich mit seinem Zahlentalent ungewöhnlichen Themen zuwendet und so beispielsweise nachzuweisen sucht, dass Shakespeare in seinem Werk seiner Begeisterung für die eben erfundene Null frönt. Allerdings finden sich in diesem Band auch Banalitäten, das will Drösser nicht verschweigen, insgesamt aber hat er das Buch offensichtlich gern gelesen.
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