Herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von Ralf Melzer. Sind rechtsextreme Orientierungen wieder angestiegen? Wie weit reichen sie in die Mitte der Gesellschaft? Richtet sich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vor allem gegen Asylsuchende oder auch gegen andere (schwache) Gruppen? Wird die Gesellschaft von Demokratiezweifeln gespalten? Zum sechsten Mal hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine repräsentative Erhebung als Grundlage für ihre "Mitte-Studie" durchführen lassen. Wissenschaftlicher Partner ist wie 2014 das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. Schwerpunkte diesmal sind die Wahrnehmung von Flucht und Migration, Gewaltbilligung und -bereitschaft, rechtspopulistische Einstellungen, die Akzeptanz oder Zurückweisung kultureller Vielfalt sowie das Ausmaß von Demokratiemisstrauen. Neben der langfristigen Entwicklung rechtsextremer Einstellungen wird auch Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Langzeitvergleich abgebildet. Mit Beiträgen von Wilhelm Berghan, Frank Faulbaum, Eva Groß, Alexander
Häusler, Andreas Hövermann, Anna Klein, Daniela Krause, Beate Küpper,
Michael Müller, Jonas Rees und Andreas Zick.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.05.2017
Eckhard Jesse stört der Alarmismus in der von Andreas Zick, Beate Küpper und Daniela Krause besorgten Bielefelder Studie zum Rechtsextremismus. Was die Autoren über die zugenommene "Abwertung von Trans*Menschen" schreiben über die Unterschiede zwischen Ost und West, bei den Generationen und in den verschiedenen Bildungsgrupen findet er interessant. Doch schon der Befund zu den seit 2002 gesunkenen rechtsextremen Einstellungen wird ihm von den Autoren zu wenig diskutiert. Bisweilen scheint ihm das Zahlengewirr im Buch einfach zu groß. Und dass "rechts" "großzügig ausgelegt" wird, linksextremistische und fundamentalistische Varianten des Extremismus aber nicht erwähnt werden und zudem der nebulöse "Mitte"-Begriff bemüht wird, macht Jesse ungehalten.
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