Aus dem Englischen von Jan Schönherr. Marty Fullilove und sein Sohn Ted sind beide auf ihre ganz eigene Art im Leben gescheitert. Der Vater als zynischer Lebemann, der an nichts ein gutes Haar lassen kann. Der Sohn als Möchtegern-Schriftsteller, der als Erdnussverkäufer im Stadion arbeitet. Beide haben seit Jahren kein Wort miteinander gewechselt. Da braucht es schon einen unheilbaren Lungenkrebs, damit Ted seinem Vater einen Besuch abstattet. Zunächst wird er mit den üblichen Vorwürfen und Beschimpfungen begrüßt. Doch nach und nach finden die beiden zueinander - über Baseball, die Suche nach der wahren Liebe und die Freuden des Cannabiskonsums.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2017
David Duchovny gehört zu der seltenen Gattung schreibender Schauspieler, die das Metier des Schriftstellers auch beherrschen, versichert Rezensent Nicolas Freund. Dass der studierte Literaturwissenschaftler über stupenden Witz verfügt, erkennt der Kritiker in dieser im Jahre 1978 spielenden "Slapstick"-Geschichte um den erfolglosen, von Bier, Erdnüssen und Gras lebenden Romanautor Ted, der sich plötzlich um seinen krebskranken Vater Marty kümmern muss. Mit großem Vergnügen liest Freund, wie Ted für seinen Vater mit Hilfe von alten Spielen auf Videokassetten und gefakten Zeitungen eine Welt erschafft, in der Martys absteigendes Lieblings-Baseballteam immer führt. Wie der Autor Cartoon-Szenen und Sitcom-Dialoge nacheinander abfeuert, dabei immer wieder literarische Zitate und Songtexte einstreut, hat dem Kritiker gefallen. Nicht zuletzt lobt er Jan Schönherrs gelungene Übersetzung.
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