Aus dem Englischen von Ulrike Becker.
Thomas weiß, dass es etwas gibt, was er seiner Mutter noch sagen muss, bevor sie stirbt. Aber wird er das rechtzeitig schaffen? Und wird er den Mut haben zu sagen, was er vorher nicht sagen konnte? Sein Telefon brummt, in seinem Kopf dreht sich alles und er kann sich nicht darauf konzentrieren, was gerade passiert und worauf es ankommt. Soll er versuchen, den Familienkonflikt zu lösen, in dem sich sein Freund gerade befindet? Sollte er die Trennung von seiner Frau nochmal überdenken? Warum ist er so ungeheuer verwirrt, ja geradezu paralysiert? In diesem Roman erkundet Tim Parks, wie tief unsere Identität in unserer familiären Vergangenheit wurzelt. Können wir das jemals wirklich ändern?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2019
Meike Fessmann scheint tief bewegt von diesem Roman von Tim Parks. Wie der Autor das Sterben einer Frau und Mutter und die Konfrontation der Lebenden mit diesem Vorgang schildert, findet sie teils komisch, teils sehr bewegend, aber immer hoch interessant. Von der alternden Physis und vom Leib-Seele-Dualismus erzählt Parks laut Fessmann mit erstaunlicher Spannung unter Einbezug von Erinnerungen und Bildern intimer Momente, die beinahe nicht erzählbar sind. Wie sich dabei Humor und Pathos, Profanität und Sakrales mischen, findet Fessmann stark.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.01.2019
Rezensent Jochen Hieber ist froh, dass es im neuen Roman von Tim Parks nicht ausschließlich um die Verdauungsprobleme von dessen autobiografisch gefärbtem Helden geht. Teils scheint ihm der Text allerdings unter dem Niveau des Autors, nicht zuletzt auch, da Parks Themen und Motive aus seinen früheren Romanen bloß variiert. Wie der Autor zwischen Wollen und Wirklichkeit seiner Figur unterscheidet, findet Hieber indes toll. Tatsächlich entsteht daraus etwas Allgemeingültiges, meint er, wenn Parks die Geschichte einer seit den 60er Jahren in London ansässigen anglikanischen Pfarrersfamilie erzählt. Und auf den lakonischen Witz des Autors können sich die Leser laut Hieber immerhin auch freuen.
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