Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2007
Den seichten Ekel angesichts der Vorstellung, eine von undefinierbaren Flecken verzierte Handschrift de Sades in Händen zu halten, kann Alexander Kosenina beiseite wischen. Dass ein Dichter-Faksimile Erkenntnisgewinn zu bringen imstande ist und also mehr darstellt als Liebhaberei, daran glaubt Kosenina nicht erst seit der Lektüre des von Davide Giuriato und Stephan Kammer herausgegebenen Bandes. Allerdings haben ihm die Autoren auch einige besonders knifflige Fälle präsentiert. Einmal lässt schon die Handschrift des Dichters keine Eindeutigkeit zu (Robert Walser), ein anderes Mal, wie beim "autosodomistischen" de Sade, möchte man es so eindeutig dann auch nicht haben. Das Gros der enthaltenen Beispiele aber ist für den Rezensenten ein klares Plädoyer für das Faksimile.
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