Herausgegeben im Auftrag der Deutschen Nationalstiftung von Ulrich Willems. AutorInnen aus Politik, Publizistik und Wissenschaft diskutieren Möglichkeiten einer plebiszitären Ergänzung der repräsentativen Demokratie sowie einer Demokratisierung des europäischen und internationalen Regierens. Das Buch zeigt die Chancen und Risiken der Einführung direktdemokratischer Elemente sowie die Bedingungen und Probleme einer Demokratisierung supra- und internationalen Regierens.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.07.2002
"Demokratie auf dem Prüfstand" lautet der Titel des von Ulrich Willems herausgegebenen Sammelbandes. Doch was ist ein Prüfstand, fragt Rainer Hoffmann und hat im Duden nachgeschlagen. Dessen Definition, einen Prüfstand als "eine mit Messgeräten ausgestattete Anlage" zur Überprüfung von Geräten im Hinblick auf Belastbarkeit und Funktionalität findet der Rezensent ganz passend, wenn man gegenwärtige Demokratien im Kontext nationaler und internationaler Veränderungen betrachtet. Denn heute, hat der Rezensent dem Band entnommen, wird vieles auf nationaler und internationaler Ebene verändert, Politik wird zunehmend untransparenter, Verantwortlichkeiten sind durch supra- und transnationale Institutionen wie die Weltbank, die UNO, die EU oder den IWF nicht mehr klar zuzuordnen, meint der Rezensent. "Beteiligungs- und Kontrollmöglichkeiten" für die Bürger blieben dabei zunehmend auf der Strecke. Auch wenn der Rezensent keine inhaltliche Bewertung der hier zusammengetragenen Beiträge vornimmt, lässt sich seiner kurzen Besprechung entnehmen, dass er diesen Sammelband für einen wichtigen Beitrag zur Betrachtung von Politik, Demokratie und weltweiten politischen und ökonomischen Veränderungen hält.
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