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Denis Pfabe

Der Tag endet mit dem Licht

Roman
Cover: Der Tag endet mit dem Licht
Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2018
ISBN 9783737100434
Gebunden, 192 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Vor fünfundzwanzig Jahren machte Frida Beier eine aufwühlende Reise durch den Mittleren Westen der USA. Sie assistierte dem berühmten Adrian Ballon, der für ein Kunstprojekt ganze Häuser zersägen ließ. Frida vermittelte als einzige Frau zwischen einem Haufen grober Arbeiter, einem unsichtbaren Düsseldorfer Galeristen und dem schweigsamen Künstlerstar, der regelmäßig verschwand - und sich am Ende in seinem mitternachtsblauen Ferrari erschoss, am Rand der Stadt Paradise in Texas, aus der sein Vater stammte. In den Händen hielt er ein Foto von sich und Frida - wie eine Botschaft, die Frida nie verstand. Nun endlich wagt Frida, sein Tagebuch zu lesen. Und beginnt, Ballons Werk und Botschaft zu entschlüsseln. Warum sprach er so viel über den legendären Entführungsfall Charles F. Urschel von 1933, der ebenfalls in Paradise endete und das kriminalistische Profiling begründete? Was wollte Ballon mit seinen Aktionen mitteilen? Frida ahnt, dass sie nicht aus Zufall Ballons Assistentin wurde - sie war Teil seines letzten, radikalen Werks.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 16.01.2019

Rezensent Eberhard Falcke lobt die Bildstärke und das Eigentümliche an dem Debütroman von Denis Pfabe. Das Drama um einen Großkünstler, der seine Werke als Re-Enactment von Kindheitstraumata erschafft, wirkt auf Falcke so wirklichkeitsfremd und mythisch wie intensiv und überzeugend. Die Eindringlichkeit, mit der der Autor die Kunst und ihre Funktion in der Geschichte lebendig werden lässt, findet Falcke bemerkenswert. Ebenso überzeugt ihn der lakonische, doch vielsagende Stil Pfabes, seine sprunghafte, doch spannende Erzählweise. Ein bisschen Pathos und Action verträgt der Text laut Falcke auch ganz gut.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2018

Simon Rayß empfiehlt Denis Pfabes Debütroman trotz steilem, an Wenders erinnernden Settings. Liefern kann der Autor vor allem sprachlich mit unverbrauchten Bildern, aber auch mit einer mosaikartigen Konstruktion, die Rayß erstmal irritiert, dann aber mitnimmt auf den aus der Retrospektive erzählten Roadtrip eines Konzeptkünstlers in den frühen 80ern und seine Mission. Derart interessant widersprüchlich erscheint Rayß der Text, dass er ihn gleich noch einmal liest. Und das ist doch erstaunlich, findet er.
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