Gary hat keine Chance: Sein Zuhause ist ein Loch, seine Mutter nie da, sein Stiefvater hasst ihn. Julian hat alle Chancen: Seine Familie ist reich, seine Ausbildung glänzend, jede Tür steht ihm offen. Für Grizelda war eine große Zukunft geplant, bis das Schicksal ihr einen Strich durch die Rechnung macht. Drei junge Menschen, die scheinbar nichts gemeinsam haben, die sich nach den Spielregeln der Gesellschaft nicht einmal begegnen dürften. Doch sie treffen aufeinander, und die Katastrophe ist nicht aufzuhalten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Renate Grubert bespricht das Buch zusammen mit "Voll erwischt vom Leben" von Margot Lannagan (dtv) und "Junk" von Melvin Burgess (Fischer Taschenbuchverlag).
Angeblich ist Lesen für junge Erwachsene uncool. Deshalb müssen sich "schlaue Buchhandlungen" etwas einfallen lassen, um sie anzulocken, schreibt Renate Grubert. Und auch einige Verlage haben besondere Reihen geschaffen, in denen sie das Marktsegment der 16-30-Jährigen bedienen. Drei Bücher aus dem "imaginären Grenzbereich" zwischen Kinderecke und Belletristikabteilung hat sich die Rezensentin vorgenommen und als beispielhafte Literatur für junge Leute dargestellt: spannender Plot, dramaturgisch direkt und ohne Schnörkel, sprachlich gelungen. So unterschiedlich die drei Bücher seien, so erzählten doch alle vom Konfliktfeld Eltern, Sexualität und Drogen, wobei die AutorInnen zu unterschiedlichen Lösungen hinführten: Katastrophe ("Tödliche Spielregeln"), glückliche Beziehung ("Voll erwischt vom Leben") und Sucht ("Junk"). Bemerkenswert ist, dass die kulturelle (und sprachliche) Wurzel von allen dreien der Brit-Pop ist, - was die Rezensentin jedoch nicht weiter interessiert hat.
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