Aus dem Englischen von Anne Braun. Mit zahlreichen Illustrationen von Daniel Postgate. Stephen Law zeigt, dass Philosophie nicht schwer verständlich, trocken und langweilig sein muss. In seiner bereits aus dem ersten Band bekannten jugendnahen Sprache mit zahlreichen Dialog-Szenen führt der Autor an philosophische Themen und gesellschaftliche Fragestellungen heran, die Jugendliche interessieren. Dabei verzichtet er ganz bewusst auf Patentrezepte, sondern fordert die Leser auf, stets eigenständig zu denken.
Der Vorrat an Handreichungen für philosophisch interessierte Kinder wird mit dem Buch von Stephen Law erfreulicherweise erweitert, lässt sich der lobenden Besprechung von Ludger Lütkehaus entnehmen. Die Einführung bewege sich auf einem "fortgeschrittenen Niveau", sei aber nicht ganz frei von "Schulmeisterei und Fremdwörterei". Lütkehaus freut sich besonders an der Tatsache, dass der Autor nicht vor "heißen Eisen" zurückschrecke, was er an einem kontroversen interreligiösen Dialog zwischen dem kleinen Tom und der kleinen Aisha zum Theodizeeproblem demonstriert. Warum der allliebende Gott soviel Leid zulässt, das sei "nach wie vor die Frage - nicht nur für die Kinderphilosophie", findet der Rezensent und scheint dem Buch somit nicht nur jugendliche Leser zu wünschen.
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