Aus dem Englischen von Stefanie Schäfer. Eines kann Bennie Griessel gar nicht gebrauchen: Ärger. Er ist trockener Alkoholiker, er belügt seine Kollegen, und er ist bei seiner Freundin Alexa eingezogen. Ein Riesenfehler! Als auf einem Weingut drei Bodyguards erschossen werden und ein berühmter britischer Mathematiker verschwindet, will der südafrikanische Geheimdienst den Fall übernehmen, doch Bennie widersetzt sich. Die Täter sind völlig skrupellos und hinterlassen nur eine Spur: Geschosse mit dem Kopf einer Schlange. Einer könnte Bennie helfen: Tyrone, ein smarter, gerissener Taschendieb aus Kapstadt. Denn er hat etwas, das die Mörder suchen: ein Handy mit geheimen Daten.
Christiane Müller-Lobeck liest die Krimis des Südafrikaner Deon Meyer immer wieder gern, mit ihrem Lokalkolorit und dem unbeirrbaren Glauben an die Regenbogen-Nation. Und auch der neue Roman um den seit bereits 400 Tagen trockenen Bennie Griessel konnte die Rezensentin nicht aus der Hand legen. Es geht um den Tod eines ausländischen Gastwissenschaftlers, der für einen ordentlichen Konkurrenzkampf und wilden Intrigen zwischen Polizei und Geheimdienst sorgt. Allerdings stellt Müller-Lobeck mit leichtem Bedauern fest, dass Deon Meyer im Vergleich zu seinen vorigen Romane mehr auf den treibenden und diesmal auch global gespannten Plot setzt als auf Atmosphäre und Landschaftsbeschreibungen, die Meyer einst vom Mainstream abhoben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 18.09.2014
Eine sichere Bank bei den Krimis aus Südafrika ist für Sylvia Staude der Autor Deon Meyer. Sein neuer Thriller, der vierte Bennie-Griessel-Krimi, in dem ein britischer IT-Mann in Südafrika Unterschlupf sucht und ein geheimnisvoller Auftragskiller sein Unwesen treibt, überzeugt sie mit raffinierten Wendungen und mit der Wiederherstellung staatlicher Ordnung. Dass der Autor weitgehend auf Klischees verzichtet und stilistisch rasant zu erzählen vermag, macht den Text für Staude zu einem Lesevergnügen für den anspruchsvollen Krimileser.
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