Aus dem Englischen von Mechthild Barth. Sie versprechen Frieden. Aber vorher kommt der Tod. In einer Synagoge wird die Leiche eines muslimischen Jungen in Gebetskleidern gefunden. Grausam hingerichtet in einer merkwürdigen Opferzeremonie. Inspector Februarie soll den Fall klären. Und zwar schnell. Denn als die Öffentlichkeit von dem Mord erfährt, droht die Stadt von einer Woge der Gewalt überschwemmt zu werden. Plötzlich stehen sich Vertreter aller religiösen Gesinnungen feindlich gegenüber. Islamistische Unruhestifter, zwielichtige Sicherheitsbeamte und ein mächtiger Pastor, der die Lage für sich auszunutzen weiß. Und auf den Straßen Kapstadts geraten die ersten Demonstrationen außer Kontrolle. Februarie und die jüdische Sozialarbeiterin Yael Rabin ahnen jedoch, dass der Fall komplizierter ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Andrew Brown verbindet in seinem Roman Wahn, Korruption und Inkompetenz zu einem unheilvollen, explosiven Gemisch. Religion und der im Chaos gedeihende Extremismus sind sein Thema, die Verbindung aus High-Tech und Low-Intelligence. Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Ganz tief ins Gewimmel des religiösen Hasses wagt sich Andrew Brown in diesem Roman. Laut Rezensent Tobias Gohlis, der diesen Krimi mit angehaltenem Atem gelesen hat, findet er auch wieder heraus: Der verheißene Trost kommt aus Mitmenschlichkeit, und ganz gewiss nicht aus der Religion, notiert er. Zuvor muss der standesgemäß reichlich gebrochene Kommissar einen nach Ritualmord aussehenden Mord an einem jüdischen Jungen klären. In einer Aktion, die in naher Zukunft spielt und in der nicht nur Islamisten, sondern auch fundamentalistischen Christen von der Gesellschaft gefährliche Zugeständnisse gemacht werden. Für Gohlis haben gerade südafrikanische Krimiautoren wie Brown ein klares Gespür für diese Gemengelage.
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