Herausgegeben von Thomas Ehrsam, Kurt Horlacher und Margrit Puhan. Mit einem Essay von Hans Christoph Buch. Noch im Jahr 1875 prangte auf den Weltkarten ein riesiger weißer Fleck - der Kongo, neben den Polarregionen das letzte noch unerforschte Gebiet der Erde. 1902 beschrieb Joseph Conrad es als "Herz der Finsternis", als mythischen Ort extremster Erfahrung. In den Jahren dazwischen bereisten Forscher und Abenteurer den Kongo. Einige ihrer eindrücklichsten Beobachtungen und Erlebnisse sind hier in Auszügen versammelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.06.2007
Fasziniert ist Rezensent Nico Bleutge von diesem Band, der Texte zur Geschichte der Entdeckung des Kongos im 19. Jahrhundert von verschiedenen Autoren der Zeit versammelt. Ohne den Kommentar von Hans Christian Buch wirkten die Reiseberichte, botanische Studien oder Konferenzprotokolle, die allesamt aus dem historischen Bestand der Museumsgesellschaft Zürich stammen, allzu disparat, so aber ergebe sich ein sprechendes Bild der Entdeckungsgeschichte des afrikanischen Landes, lobt der Rezensent. Befremdlich allerdings findet er es, dass Buch in seinem Einführungsessay ausgerechnet den "frischen Blick" der Autoren auf den fremden Kontinent besingt, denn Bleutge sieht hier überwiegend, mit raren Ausnahmen, die überhebliche Kolonialherrenperspektive und die Topoi des Exotismus vorherrschen.
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