Herausgegeben von Eva Barlösius und Wolfgang Ludwig-Mayerhofer. Dieser Band zieht Bilanz zum Thema "Armut" und liefert ein umfassendes Bild von Armut in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen armutserzeugende Strukturen, Armut riskierende Lebensformen, sowie lebensweltliche Analysen des Umgangs mit extremen Formen von Armut. Seit den 80er Jahren wird in Politik und Wissenschaft kontrovers diskutiert, ob die Zahl der Armen dramatisch wächst und ob sich Formen und Dauer von Armut grundlegend gewandelt haben. Nachdem eine Vielzahl von Forschungsergebnissen vorliegen, ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Das Buch gibt einen Gesamtüberblick über den theoretischen und empirischen Forschungsstand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.01.2002
Der Titel erscheint dem Rezensenten ein bisschen seltsam, insgesamt aber findet Erwin K. Scheuch dann doch lobende Worte für den auf eine Hamburger Tagung der soziologischen Sektion "Soziale Ungleichheit" von 1997 zurückgehenden Sammelband zu den Erscheinungsbildern der Armut. Gelernt hat Scheuch nicht nur, dass Armut in den verschiedenen Ländern konzeptionell unterschiedlich verstanden wird (aus dem Übersichtsbeitrag der Herausgeber), auch über die Vielfalt der Armutsfaktoren, die letztlich zu einer "reform-resistenten" Armut führen, hat er etwas erfahren können. Dass die "Lebensweise der Armen" ziemlich weit von den Wünschen ostdeutscher Bürger entfernt sind, konnte ihm ein weiterer Beitrag "mit großem technischen Raffinement" plausibel machen. Fazit des Rezensenten: Eine gelungene, "wohltuend sachliche" Übersicht über die aktuelle Armutsforschung voller interessanter Sachverhalte.
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