Herausgegeben von Armin Lange, Hermann Lichtenberger und Diethard Römheld. Beiträge zum Teil in englischer Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.12.2003
Friedemann Voigt ist mehr als zufrieden mit diesem Buch, einem Sammelband zum Umgang der israelitisch-jüdischen und frühchristlichen Literatur mit dem Bösen. Denn der Monotheismus hatte ja das Problem, dass er das Böse irgendwie ins Weltbild integrieren und zugleich als das "Nicht-Integrierbare" absondern musste, dabei aber keine weiteren Götter zulassen durfte. "Nur Religionen, die für den Umgang damit plausible Angebote machen, können dauerhaft bestehen", meint Voigt - in diesem Sinne lasse sich die Erfolgsgeschichte des jüdisch-christlichen Monotheismus anhand dieser Textsammlung vortrefflich nachvollziehen und begründen. Wobei der Umgang mit dem Bösen keineswegs ein einheitlicher war: Während im Neuen Testament der Dualismus "einer Unterwelt des Bösen und einer Überwelt des Heils" entworfen werde, sei das Böse im Alten Testament "integraler Teil des Kosmos" - zum Glück für den Monotheismus, findet Voigt.
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