Mit zahlreichen meist farbigen Fotos von Edgar Lissel. Im Jahr 79 n. Chr. hat eine der großen Naturkatastrophen der Geschichte durch den Ausbruch des Vesuvs die blühende Stadt Pompeji innerhalb von wenigen Stunden ausgelöscht. Doch die Wellen von Aschenregen, giftigen Gasen und Lava haben die Stadt und die umliegende Region letztlich auch festgehalten. Dieter Bartetzko verfolgt die neuesten Ausgrabungen der Stadt und analysiert beide Aspekte von Pompeji: die lebensvolle Wirklichkeit kurz nach Christi Geburt sowie die neu entdeckte, ereignisreiche Geschichte vor der großen Katastrophe.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.02.2004
Wie keine andere Stadt fasziniert Pompeji zugleich durch seinen Untergang wie durch die noch bestehende, weil intakte Kulisse, bemerkt die Rezensentin Cornelia Isler-Kerenyi. In der Tat habe sich seit den ersten Ausgrabungen im Jahr 1748 eine "schier unübersichtliche vielsprachige archäologische Diskussion entfaltet, die alle Aspekte des Lebens und Sterbens der antiken Stadt beleuchtet". Diese Diskussion, so die Rezensentin, hat der Kunsthistoriker und FAZ-Redakteur Dieter Bartetzko nun aufgegriffen, um sie - bebildert - einem breiteren Publikum zu erschließen. Doch seien es weniger die Ruinen, die Bartetzko als Ausgangspunkt dienten als die "darin umgekommenen Menschen". Von diesen ausgehend entwickle er ein "gut lesbares" und informatives kulturelles Panorama Pompejis. Sehr schade allerdings findet es die Rezensentin, dass sich das Buch auch aufgrund des fehlenden Indexes wenig als "Führer" vor Ort eignet. Es wäre doch schön, könnte ihm der Leser entnehmen, was sich alles um den Ort entspinnt, an dem er sich gerade befindet.
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