Aus dem Englischen von Christel Wiemken. Im Sommer des Jahres 79 n. Chr. kommen wie eh und je die Reichen und Schönen aus Rom in den Süden, um in ihren Villen am Meer Feste zu feiern und Intrigen zu spinnen. Doch dann bebt die Erde, und der mächtige Aquädukt Aqua Augusta, der das Wasser von den Hängen des Vesuv zu den Küstenstädten führt, versiegt. Die Vorboten einer ungeheuren Katastrophe legen sich wie ein Schatten über die Idylle. Attilius, aus Rom entsandter neuer Wasserbaumeister, muss den Schaden beheben. Die Zeit drängt. Wasser bedeutet nicht nur Leben, sondern für den skrupellosen Geschäftsmann Ampliatus vor allem Geld und Macht. Ausgerechnet dessen Tochter Corelia deckt eine Verschwörung auf und bittet Attilius um Hilfe. Die beiden werden eingeschüchtert und bedroht, aber die wahre Bedrohung können sie sich so wenig ausmalen, wie Millionen andere Küstenbewohner. Attilius eilt nach Pompeji einer Apokalypse entgegen
Gerrit Bartels zeigt sich ohne jede Einschränkung angetan von diesem historischen Roman von Robert Harris. Historische Fakten, erfundene Charaktere und wissenschaftliche Hintergründe seien hier "glaubwürdig und mit viel Hingabe" zu einem spannenden Thriller verarbeitet worden, und die klassischen Ingredienzien wie der Konflikt Gut gegen Böse, Liebe und Verrat täten ihr übriges, um dem Leser die Lektüre zu versüßen. "Ein Roman zum Verschlingen" - so das abschließende Urteil des begeisterten Rezensenten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.02.2004
Nur knapp lässt Thomas Steinfeld Robert Harris' Roman am großen Vorgänger, Edward Bulwer-Lyttons "Die letzten Tage von Pompeji", vorbeikommen, denn "dieses Buch", schreibt Steinfeld, "ist die alte, schwarze Muräne, an der gemessen alle anderen historischen Romane mit demselben Stoff zu silbrigen Sardinen schrumpfen". Harris lässt die letzten achtundvierzig Stunden von Pompeji vorüberziehen, verschiebt dabei jedoch den Akzent "rigoros" auf das Historische und Stoffliche: er zeigt vor allem die römische Kultur auf dem Zenit ihrer technischen Möglichkeiten und genau darin, in den detaillierten Schilderungen, liege die Stärke dieses Buches, berichtet der Rezensent. Trotz dieses Verdienstes indes bleibt dieser "schlicht" gestrickte Roman mit seinen etwas lieblos gestalteten Charakteren für Steinfeld hauptsächlich ein Buch für "große Knaben" in den Zeiten der "Bildungskrise", die darüber "belehrt" werden möchten, wie man Löcher in Aquädukten stopft.
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