20 Tafeln, Karten, Dokumentationen, Abbildungen, Bibliographie, Register, Konkordanzen und Zusammenfassungen in Italienisch und Englisch. Zehntausende von Tongefäßen aus den Werkstätten des Athener Kerameikos gelangten seit dem späten 7. und besonders im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. in den etruskischen Kulturbereich. Die Etrusker waren damals die wichtigsten Abnehmer dieser oft figürlich verzierten Keramik, die als Handelsware auf dem Seeweg nach Mittel- und Oberitalien verschifft wurde. Die vorliegende Studie geht einer Reihe von Fragen nach, die die Rezeption dieser bedeutenden Gattung griechischen Kunsthandwerks in einem nicht-griechischen, kulturell eigenständigen Milieu betreffen: Wer benutzte in Etrurien diese Keramik? Welche Funktionen hatte sie in der etruskischen Kultur? In welchen Kontexten (Wohnhaus, Heiligtum, Grab) wurde sie verwendet?
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.03.2003
Die Zeit sei mehr als reif für eine wissenschaftliche Studie über die attische Keramikkunst gewesen, denn man verfügte zwar über zahlreiche Ausgrabungsfunde, hatte aber bisher wenig Mühe darauf verwandt, die Vasen ihrem Auffindungskontext zuzuordnen, erläutert Rezensentin Cornelia Isler-Kerenyi. Diese Mühe habe sich nun der Schweizer Forscher Christoph Reusser gemacht, und dass seine Ergebnisse sich trotz der mannigfaltigen Probleme bei seiner Arbeit dennoch sehen lassen können, führt die Rezensentin auf die Tatsache zurück, dass der Forscher auch abgelegene Fundplätze außerhalb des etruskischen Kernlandes untersucht habe. Ein wichtiges Ergebnis sei dabei, dass die griechische und die etruskische Kultur einander viel näher als bisher angenommen gewesen seien. Dies ist für die Rezensentin ein Beweis dafür, dass die Archäologie sich dringend von den Klischees modernen nationalen Denkens lösen müsse.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…