Die Erinnerung an die dreißiger und vierziger Jahre unseres Jahrhunderts hat viele Gesichter: Sie tritt uns entgegen als Verarbeiten von Erlittenem, als Betrachtung von Erlebtem, als historische Auseinandersetzung mit einer vergangenen Zeit. Dietrich Geyer, der renommierte Tübinger Historiker, erzählt die Geschichte seiner ersten 21 Lebensjahre, sehr persönlich, ohne die Zeit im Spiegel des eigenen Lebens deuten zu wollen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 23.03.2000
Verwundert und bewundernd stellt Helmut Altrichter fest, dem Historiker Geyer sei kein, wie sonst in seiner Zunft üblich, dicker schwer lesbarer Wälzer, sondern ein schmaler, "vorzüglich erzählter" autobiografischer Bericht gelungen. Einen Vorzug sieht Altrichter darin, dass sich in Geyer der Historiker und der Zeitzeuge vereinen, was dem Buch einen besonderen Reiz verleihe. Das Nachdenken über die Diskrepanz zwischen den eigenen Erlebnissen und der historisch erfaßten Wirklichkeit mache es zur lohnenswerten Lektüre.
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