Aus dem Amerikanischen von Chris Hirte. Die siebenjährige Hailey spielt im Garten, als das Telefon klingelt und ihre Mutter kurz ins Haus geht. Eine Minute später kommt sie zurück. Und ihre Tochter ist verschwunden. Zwei Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen diesmal wird die Leiche gefunden, der Täter gefasst und auch mit dem Mord an Hailey belastet. Akte geschlossen. Aber Frank Decker, dessen Job es ist, Verschwundene aufzuspüren und zurückzuholen, hat Zweifel. Er glaubt, dass Hailey lebt, irgendwo versteckt während die Uhr tickt. Ein vager Hinweis führt ihn nach New York. Sanft wenn möglich, hart wenn nötig, folgt er Schritt für Schritt der Spur, die ihn in die Hölle lotsen wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.11.2014
Christopher Schmidt liebt die rhetorisch meisterliche Lakonie Don Winslows. Ein Glück, dass der Autor mit Miniemphasen und hardboiled Stil-Proben auch in diesem Buch nicht spart. Für Schmidt kommen Handlung und Sprache dadurch erst so richtig in Fahrt und verdecken die prinzipielle Unterdeterminiertheit des Plots. Was den Thriller für Schmidt noch lesenswert macht, sind Winslows in der Geschichte um eine Kindsentführung niedergeschriebene Wut über Amerikas Nachlässigkeit im Umgang mit seinen Kindern sowie die gekonnte Regie, die Menschenhandel, Prostitution, einen korrupten Cop und alle möglichen Mobster-Händel lässig unter einen Hut bringt, wie Schmidt erklärt.
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