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Don Winslow

Zeit des Zorns

Roman
Cover: Zeit des Zorns
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783518463000
Taschenbuch, 338 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Conny Lösch. Ben und Chon betreiben ein exklusives Millionengeschäft mit erstklassigem Dope für erstklassige Kundschaft. Sie sind Yin und Yang, Gegensätze, die sich ergänzen. Sie lieben, was sie tun, und sie lieben Ophelia. Die drei sind ein unschlagbares Team: Ben investiert in Hilfsorganisationen, Ophelia bringt den Kreislauf des Geldes in Schwung, und Chon hält ihnen allen Ärger vom Hals. Doch nun macht das mexikanische Baja-Kartell ihnen ein Angebot, zu dem sie besser nicht nein sagen sollten. Aber Ben und Chon sagen nein. Und sie schlagen sich gut. Bis das Kartell Ophelia entführt. Um sie zu retten, sind Ben und Chon bereit, bis zum Äußersten zu gehen gegen einen Feind, der keine Gnade kennt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 01.12.2011

In "Zeit des Zorn" erzählt Don Winslow von zwei Drogendealern und ihrem It-Girl aus Südkalifornien, die eigentlich nur ein lässiges Luxusleben führen wollen, es dann aber mit dem Baja-Kartell aufnehmen müssen. Bis zum letzten Satz spannend fand Tobias Gohlis diese Thriller-Groteske, in der fünf Jahre Recherchen in den Abgründen des mexikanischen Drogenkriegs stecken, wie Gohlis weiß, also viel Wut, die raus will: "Winslow kotzt sie förmlich aus in einen Eimer voll Hohn und Spott und issig-bitterer Witzelei." Wenn das keine Empfehlung ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.11.2011

Rezensent Günther Grosser hat praktischerweise gleich Tempo und Stil des neuen Don Winslow mit in seine Besprechung eingebaut. So bekommt man gleich eine Ahnung davon, versteht, was er meint, wenn er den Roman ein zeitgenössisches Sex&Drugs-Märchen nennt mit einem Feuerwerk an Einfällen, Perspektiven und Tricks. Dass die Geschichte am drogensatten Rand von L. A. spielt - logisch. Wenn es diesmal auch nur um Gras geht, nicht um die ganz harten Sachen. Auch darauf sind die mexikanischen Kartelle scharf, vor allem, wenn sich zwei Anfänger damit eine goldenen Nase verdienen. In Grossers Ohren jedenfalls klingt das alles ziemlich genial, ganz nach Avantgarde. Demnächst auch in Ihrem Kino, eh klar.
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