Zwischen 1982 und 1992 unternahm Doris Lessing vier Reisen in die junge Republik Simbabwe, das frühere Südrhodesien, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte. Fünfundzwanzig Jahre lang war ihr aus politischen Gründen die Einreise in die alte Heimat verwehrt gewesen. Aufmerksam und mit geschärftem Blick sammelt Doris Lessing Material, das sie schließlich zu einem einzigartigen Porträt dieses Landes verdichtet. Erinnerungen aus der Vergangenheit verschmelzen in Rückkehr nach Afrika mit Skizzen, Impressionen, Miniaturen und Fragmenten zu einem umfassenden Bild, das die rasante Veränderung in diesem Teil Afrikas deutlich macht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2012
Burkhard Müller begrüßt die Werkausgabe zu Doris Lessing, die auf ihre schwachen und zum Teil doktrinär-feministischen Romane wie "Die Kluft" verzichtet. Dass aber ihr Reisebericht "Rückkehr nach Afrika" darin enthalten ist, findet Müller ganz richtig. Leider sagt Müller nicht, wann genau dieses Buch entstanden ist, bemerkt aber, dass es immer noch vom "Ton des Aufbruchs" bestimmt ist. Bei ihrer ersten Reise 1982 rühmte Lessing Vitalität und Entschlossenheit der neuen schwarzen Führung, selbst 1988 noch erschien Lessing das Land auf einem guten Weg, auch wenn sie bereits bemerkte, wie unvernünftig der Busch abgeholzt und die Ackerböden ausgelaugt werden. Müller stellt klar, dass Lessing heute voller Ablehnung dem Regime des Robert Mugabe gegenübersteht, umso tragischer erscheinen die einst gehegten Hoffnungen.
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