Die Wiederentdeckung im Spannungsgenre: Ein Meilenstein in der Geschichte der Kriminalliteratur.Los Angeles in den späten 1940ern: Der ehemalige Jagdflieger Dix Steele streift durch die Stadt, vorzugsweise nachts. Seit seiner Rückkehr nach L. A. sucht er nach dem Rausch des Fliegens, doch kaum etwas scheint dem nahe zu kommen. Stattdessen stellt er nun Frauen nach, denen er auf seinen Streifzügen begegnet. Als er einen alten Freund wiedertrifft, ist er fasziniert von Brubs schöner, sanfter Ehefrau, die ihn zugleich verunsichert und beflügelt, und von dessen Arbeit als Detective. Unmittelbar kann Dix mitverfolgen, wie Brub die Morde an einer Reihe junger Frauen untersucht. Und es beginnt ein Spiel, bei dem immer unklarer wird, wer eigentlich auf der Jagd nach wem ist.
Wenn ein Krimi auch 75 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung noch funktioniert, muss er wirklich gut sein, meint Rezensentin Eva Sager. Dorothy B. Hughes' "Ein einsamer Ort", zuerst 1947 erschienen, erzählt die Geschichte eines Serienmörders, dessen Frauenhass Monat für Monat in einem Mord kulminiert und dem ein Frauenduo auf die Schliche kommt. Sager freut sich darüber, dass Frauen ermitteln dürfen, ohne dass der Noir-Klassiker dadurch zu einem plakativen feministischen Manifest würde, und empfiehlt das Buch vor allem wegen seiner Zeitlosigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 31.08.2022
Rezensentin Sylvia Staude freut sich über die Wiederentdeckung von Dorothy B. Hughes und ihrem Noir von 1947. Die Story um einen Frauenserienmörder jagt ihr mitunter Schauer über die Pelle, so gut recherchiert erscheint ihr die Geschichte, so glaubwürdig der Mörder und seine Motive, die von moralischen Einwänden bis zur natürlich diskussionswürdigen Meinung reichen, Frauen fragten einfach zu viel. Wie die Autorin "gleichsam in die Haut" des Täters schlüpft, scheint Staude stark. Gregor Runges "feine" Übersetzung aus dem amerikanischen Original macht die Lektüre für sie noch mal so schön.
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