Edgar Wolfrum

Krieg und Frieden in der Neuzeit

Vom Westfälischen Frieden bis zum Zweiten Weltkrieg
Cover: Krieg und Frieden in der Neuzeit
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003
ISBN 9783534158324
Kartoniert, 156 Seiten, 16,50 EUR

Klappentext

Die historische Forschung zu Krieg und Frieden hat in den letzten Jahren eine Ausweitung und Differenzierung erfahren: Sie hat sich politik-, sozial-, kultur-, geschlechter- und mentalitätsgeschichtlichen sowie neuen methodischen Ansätzen geöffnet. Edgar Wolfrum gibt einen Überblick über ihre wesentlichen Erträge und zentralen Kontroversen. Im Mittelpunkt seiner Darstellung stehen: Theorien über Krieg und Frieden, Friedensschlüsse und Probleme der Friedenssicherung seit dem Westfälischen Frieden, Umbrüche im Zeitalter der Französischen Revolution, Kriegsursachenforschung, Verhältnis von Militär und Gesellschaft, die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts unter der Perspektive der Totalisierung des Krieges.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2003

Edgar Wolfrums "Krieg und Frieden in der Neuzeit" ist nach Ansicht von Rezensent Gerd Krumeich reichlich misslungen. Er findet die Überblicksdarstellung, die sich vor allem an "Studierende" richtet, nicht gestrafft, sondern gehetzt. Wenn Wolfrum auf drei Seiten die Frage abzuhandeln versucht, was Krieg und Frieden ist, löst das bei Krumeich die Befürchtung aus, dass die "armen Studenten" noch weniger verstehen als er selbst: "nämlich nur noch Kraut und Rüben". Die Aussage etwa, mit der Französischen Revolution habe "der Bürgerkrieg nun die Weihe eines Krieges gegen den Krieg" (Wolfrum) erhalten, ist für Krumeich "schlicht unverständlich". Für "besser gelungen" hält Krumeich Wolfrums Bemerkungen zu Galtungs Theorie der "Strukturellen Gewalt" und seine Diskussion über dieses Konzept. Insgesamt aber verfehle das Buch seine Adressaten und schaffe die notwendige Reduktion von Komplexität nicht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.11.2003

Edgar Wolfrums "Krieg und Frieden in der Neuzeit" ist nach Ansicht von Rezensent Gerd Krumeich reichlich misslungen. Er findet die Überblicksdarstellung, die sich vor allem an "Studierende" richtet, nicht gestrafft, sondern gehetzt. Wenn Wolfrum auf drei Seiten die Frage abzuhandeln versucht, was Krieg und Frieden ist, löst das bei Krumeich die Befürchtung aus, dass die "armen Studenten" noch weniger verstehen als er selbst: "nämlich nur noch Kraut und Rüben". Die Aussage etwa, mit der Französischen Revolution habe "der Bürgerkrieg nun die Weihe eines Krieges gegen den Krieg" (Wolfrum) erhalten, ist für Krumeich "schlicht unverständlich". Für "besser gelungen" hält Krumeich Wolfrums Bemerkungen zu Galtungs Theorie der "Strukturellen Gewalt" und seine Diskussion über dieses Konzept. Insgesamt aber verfehle das Buch seine Adressaten und schaffe die notwendige Reduktion von Komplexität nicht.

Beliebte Bücher

Elias Hirschl. Schleifen - Roman. Paul Zsolnay Verlag, Wien, 2026.Elias Hirschl: Schleifen
Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…
Julian Barnes. Abschied(e). Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln, 2026.Julian Barnes: Abschied(e)
Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…
Dorothee Elmiger. Die Holländerinnen - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2025.Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen
Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…
Leila Slimani. Trag das Feuer weiter - Roman . Luchterhand Literaturverlag, München, 2026.Leila Slimani: Trag das Feuer weiter
Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…