Die historische Forschung zu Krieg und Frieden hat in den letzten Jahren eine Ausweitung und Differenzierung erfahren: Sie hat sich politik-, sozial-, kultur-, geschlechter- und mentalitätsgeschichtlichen sowie neuen methodischen Ansätzen geöffnet. Edgar Wolfrum gibt einen Überblick über ihre wesentlichen Erträge und zentralen Kontroversen. Im Mittelpunkt seiner Darstellung stehen: Theorien über Krieg und Frieden, Friedensschlüsse und Probleme der Friedenssicherung seit dem Westfälischen Frieden, Umbrüche im Zeitalter der Französischen Revolution, Kriegsursachenforschung, Verhältnis von Militär und Gesellschaft, die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts unter der Perspektive der Totalisierung des Krieges.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2003
Edgar Wolfrums "Krieg und Frieden in der Neuzeit" ist nach Ansicht von Rezensent Gerd Krumeich reichlich misslungen. Er findet die Überblicksdarstellung, die sich vor allem an "Studierende" richtet, nicht gestrafft, sondern gehetzt. Wenn Wolfrum auf drei Seiten die Frage abzuhandeln versucht, was Krieg und Frieden ist, löst das bei Krumeich die Befürchtung aus, dass die "armen Studenten" noch weniger verstehen als er selbst: "nämlich nur noch Kraut und Rüben". Die Aussage etwa, mit der Französischen Revolution habe "der Bürgerkrieg nun die Weihe eines Krieges gegen den Krieg" (Wolfrum) erhalten, ist für Krumeich "schlicht unverständlich". Für "besser gelungen" hält Krumeich Wolfrums Bemerkungen zu Galtungs Theorie der "Strukturellen Gewalt" und seine Diskussion über dieses Konzept. Insgesamt aber verfehle das Buch seine Adressaten und schaffe die notwendige Reduktion von Komplexität nicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.11.2003
Edgar Wolfrums "Krieg und Frieden in der Neuzeit" ist nach Ansicht von Rezensent Gerd Krumeich reichlich misslungen. Er findet die Überblicksdarstellung, die sich vor allem an "Studierende" richtet, nicht gestrafft, sondern gehetzt. Wenn Wolfrum auf drei Seiten die Frage abzuhandeln versucht, was Krieg und Frieden ist, löst das bei Krumeich die Befürchtung aus, dass die "armen Studenten" noch weniger verstehen als er selbst: "nämlich nur noch Kraut und Rüben". Die Aussage etwa, mit der Französischen Revolution habe "der Bürgerkrieg nun die Weihe eines Krieges gegen den Krieg" (Wolfrum) erhalten, ist für Krumeich "schlicht unverständlich". Für "besser gelungen" hält Krumeich Wolfrums Bemerkungen zu Galtungs Theorie der "Strukturellen Gewalt" und seine Diskussion über dieses Konzept. Insgesamt aber verfehle das Buch seine Adressaten und schaffe die notwendige Reduktion von Komplexität nicht.
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