Religion zeigt sich heute bemerkenswert vital und wirksam, zugleich ist sie vielfältiger und unübersichtlicher geworden. Religionen sind bisweilen ausgesprochen präsent und potent. Dabei bergen sie sowohl kommunikative als auch aggressive Potenziale. Sie können auf Verständigung ausgerichtet sein, aber auch Abgrenzung im Schilde führen. Edmund Arens legt im Gespräch mit religionswissenschaftlichen, philosophischen und religionstheologischen Positionen eine kommunikative Religionstheologie vor. Er macht deutlich, dass Glauben elementar mit Kommunikation und Handeln zu tun hat, und entfaltet Religion als rituelle, kommunikative und kritische Praxis - ein ebenso origineller wie aktueller Zugang zur Gegenwart des Religiösen sowie zu den Einsichten und Aussichten der Religionen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2008
Nach Jan-Heiner Tücks Einschätzung ist die kritische Reflexion über Religion angesichts ihrer Rückkehr auf die "Bühne des öffentlichen Diskurses" nicht zuletzt in der verzerrten Form des religiösen Fundamentalismus bitter nötig. Nicht allein deshalb begrüßt er die "umsichtige Studie" des katholischen Theologen Edmund Arens, der sich darin intensiv um eine "kommunikative Religionstheologie" bemüht. Nach Arens ist Religion "kommunikative Praxis" und in dieser Eigenschaft befördert sie den Dialog zwischen unterschiedlichen Glaubensrichtungen. Dabei mache sich der Autor für einen "wechselseitigen Inklusivismus" der Religionen stark, erklärt der Rezensent. Unwahrscheinlich allerdings scheint ihm, dass sich religiöse Fundamentalisten auf dieses Konzept einlassen werden, und er hat in diesem Buch auch keinen Fingerzeig gefunden, wie die "Gottesverständigung" denn in die Praxis umgesetzt werden könnte.
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