Aus dem Englischen von Gabriele Haefs. Es ist das Jahr 1972, das als das Jahr des »Bloody Sunday« in die Geschichte Irlands eingehen sollte. Orla, ein Mädchen aus Dublin, verbringt ihre Ferien zusammen mit anderen Kindern aus Dublin und Londonderry im County Donegal. Zum ersten Mal ohne elterliche Aufsicht, reagieren die Mädchen auf die wilde Natur in ihrer Umgebung und finden in ihr Echos ihrer eigenen, unbewussten Welt. Alles ist neu für Orla: das dunkle Schlafzimmer, die Matratze aus Stroh, das Waschen im Bach und die irische Sprache. Vor allem aber verunsichern sie die alten irischen Tänze, die sie in diesen Ferien lernen soll. Und so wird mehr aus den Ferien, die eigentlich ein Sprachkurs werden sollten. Orla erfährt in diesen Wochen, in denen sie ihre kindliche Unschuld verliert, zum ersten Mal etwas über den Bürgerkrieg in Nordirland, denn der »Bloody Sunday«, an dem britische Soldaten katholische Iren ermordet haben, liegt nur wenige Monate zurück, und eines der Mädchen hat einen Vater, der in Derry im Gefängnis sitzt.
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