Elena Barnert behandelt eine Argumentationsfigur im Zivilrecht, die in vielen Kontexten in Erscheinung tritt: als sorgfältiger Kapitän, gewissenhafter Notar, verantwortungsbewusster Versicherungsnehmer, erfahrener Lastzugführer, ordentlicher Kaufmann, als aufmerksamer - oder aber flüchtiger - Leser, verständiger Verbraucher, objektiver Zuschauer, umsichtiger, besonnener, rechtschaffener Mensch et cetera. In jeder Spielart handelt es sich um einen normativen Modellmenschen - einen "Dritten" als 'ideale' Rechtsakteur -, den der Zivilrichter mit dem Ziel konstruiert, einen Maßstab für die Normanwendung zu bilden. Die Autorin trägt zu einem vertieften Verständnis der komplexen Denkfigur des Dritten im Zivilrecht bei, indem sie deren theoretische Dimensionen näher beleuchtet und die Verästelungen der Kasuistik in der rechtspraktischen Handhabung des Dritten im einzelnen betrachtet.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…