Aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek. Otto Ullmann aus Wien, der 1939 mit 13 Jahren als eines von 100 jüdischen Kindern nach Schweden einreist; Ingvar Kamprad, der Sohn eines schwedischen Großgrundbesitzers, der sich früh den Nationalsozialisten anschließt und 1943, mit 17 Jahren, die Möbelfirma IKEA gründet. Über ein Jahrzehnt hinweg sind die beiden befreundet, und Otto, der seine Familie in Auschwitz verlor, ist nach dem Krieg einer der ersten Mitarbeiter des späteren Weltkonzerns.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2014
Wenn die Journalistin Elisabeth Åsbrink 500 Briefe der in Auschwitz ermordeten Eltern des Wiener jüdischen Flüchtlingskindes Otto Ullmann zu einem aufrüttelnden Buch verarbeitet, ist Aldo Keel beeindruckt. Zum einen erfüllt ihn die Rechercheleistung der Autorin mit Respekt, zum anderen ist es die pointierte Darstellung, mit der Åsbrink die Schwedische Israel-Mission attackiert. Den Verdacht, die Autorin verfahre zur Stützung ihrer These, die Israel-Mission habe nur getaufte Kinder gerettet, mit ihrem Material recht selektiv, wird Keel allerdings nicht los. Die durch das Buch in Schweden angestoßene Debatte hält er aber allemal für wichtig.
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