Valentin Tomberg war einer der bedeutendsten und zugleich der vielleicht umstrittenste Anthroposoph des 20. Jahrhunderts. Die vorliegende Biografie ist aufgrund des in ihr vorgestellten Forschungsstandes nicht nur geeignet, auf ungenügender Sachkenntnis beruhende Fehleinschätzungen von Werk und Person Tombergs richtigzustellen, sondern sie hilft auch, sein anthroposophisches Werk, das sich an die Offenheit, Unbefangenheit und den Erkenntniswillen geisteswissenschaftlich interessierter Leser richtet, innerhalb der anthroposophischen Literatur die richtige Stelle zuzuweisen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.09.2006
Dieses Buch, und das betrifft offenbar beide Bände, ist "im Material versunken", seufzt Helmut Zander. Elisabeth Heckmann habe unglaubliche Mengen von eben diesem angesammelt, mit Zeitzeugen gesprochen und in Archiven gewühlt. Der Pointillismus überwiegt aber, politische Zusammenhänge vermisst der Rezensent ebenso wie eine neutrale, nicht so zu Rudolf Steiner neigende Perspektive. Was Zander aber bergen kann aus diesem Materialsumpf, ist ein Einblick in Tombergs Engagement gegen die historisch-kritische Schriftauslegung in der katholischen Kirche und für die Erhaltung religiöser Symbole. Aus diesem Blickwinkel lohnt sich die Lektüre dann wohl doch.
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