Aus dem Englischen von Stephanie Singh. Warum Kinderrechte uns allen nützen. Das erste umfassende Buch zum Thema für Eltern und alle, die Kinder und ihre Bedürfnisse ernst nehmenIn ihrem einfühlsamen Plädoyer zeigt die Kinderrechtlerin Eloise Rickman, wie eine Welt aussehen kann, in der Kinder so ernst genommen werden wie Erwachsene. Nicht zuletzt die Pandemie machte sichtbar: Als schwächste Gruppe erleben Kinder Diskriminierung in allen Lebensbereichen - von reformbedürftigen Schulen über steigende Kinderarmut bis hin zu Wahlsystemen, in denen ihre Stimme nicht zählt. Doch all das ist kein Naturgesetz. Wie können wir das Verhältnis zu unseren Kindern so gestalten, dass sie ihre Potenziale frei entfalten können? Rickman macht sich anhand von zehn fundierten Ideen stark für ein faires Miteinander.
Rezensentin Anne-Kathrin Weber lässt sich von Eloise Rickman die strukturelle Unterdrückung und Benachteiligung von Kindern erklären und von der Notwendigkeit einer emanzipatorischen Bewegung überzeugen. Kinder sind häufiger von Armut und Gewalt betroffen, sie werden systematisch bevormundet, kontrolliert und von politischen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen, und das oftmals mit denselben Begründungen, mit denen auch andere Gruppen wie z.B. Frauen diskriminiert werden, liest die Kritikerin. Rickman stellt daher einige radikale Forderungen auf, wie etwa ein Wahlrecht für Kinder, die der Rezensentin teilweise durchaus einleuchten. Andere Thesen dagegen scheinen der Rezensentin zumindest fragwürdig, etwa wenn die Autorin die Heimbeschulung lobt, oder kritisiert, Kinder würden zu früh von ihren Eltern getrennt werden. Hier wird Rickmans "anti-institutionelle Schlagseite" deutlich sichtbar, so Weber. Lesenswert ist dieses Manifest für Kinderrechte dennoch, meint die Rezensentin - für Eltern, solche die es werden wollen, aber auch für alle anderen, die politisch interessiert und aktiv sind.
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