Enrico Coen

Die Formel des Lebens

Von der Zelle zur Zivilisation
Cover: Die Formel des Lebens
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446432048
Gebunden, 282 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke. Seit der Entdeckung der DNA lichten sich die Nebel um die biologische Entwicklung des Lebens. Ein weiterer Schritt ist dem renommierten Genetiker Enrico Coen gelungen: Seine große Theorie des Wandels beweist, wie alles miteinander zusammenhängt. Auf den ersten Blick haben die Entwicklung der Eizelle zum Menschen und die der Stammesgesellschaft zur Hochzivilisation nichts gemeinsam. Doch beide werden von den gleichen sieben Prinzipien des Wandels vorangetrieben: Variation, Beständigkeit, Verstärkung, Wettbewerb, Wiederholung, Kooperation und Vielfalt. Coen zeigt, wie diese Kräfte allen Prozessen des Lebens, von der Evolution einer Bakterie bis zur Funktionsweise unseres Gehirns, zu Grunde liegen. Eine biologische "Theory of Everything", die überraschende Analogien zwischen Evolution und Kultur herstellt - und somit ein ganz neues Verständnis für das Mysterium des Lebens schafft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2012

Als Hilfsmittel für neue Ideen taugt das Buch des britischen Entwicklungsbiologen Enrico Coen dem Rezensenten vorzüglich. Ob der Autor damit tatsächlich eine allgemeine Theorie des Lebens vorlegt, wie angekündigt, möchte Thomas Weber allerdings bezweifeln. Coens Feststellung der sieben Prinzipien evolutionären Wandels (Variation, Wettbewerb und Vielfalt gehören dazu) und ihres Wechselspiels, findet der Rezensent nicht allzu neu. Dass Coen hier besonders in Sachen evolutionäre Entwicklungsbiologie glänzt, ist logisch, Weber fühlt sich fachkundig und gekonnt über Prozesse der Individualentwicklung informiert. Defizite aber hat das Buch laut Weber bei der Darstellung der kulturellen Evolution, hier hätte der Autor seiner Meinung nach stärker nach Verbindungen zwischen den Disziplinen suchen und fachfremde Autoren einbeziehen müssen.
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