Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Erling Kagge ist einer der größten Abenteurer unserer Zeit. So hat er seinen Schlitten mit Equipment mehr als 50 Tage lang durch Kälte, Eis und Schnee zum Nord- und zum Südpol hinter sich hergezogen. Es sind besondere Eigenschaften, die es für solche Expeditionen braucht: Ausdauer, Mut und Leidenschaft. Und es sind besondere Erfahrungen, die man dabei macht: Wie wichtig es ist, morgens früh aus dem Schlafsack zu kriechen, auch wenn das Thermometer minus 50 Grad zeigt. Wie gut eine Handvoll Rosinen schmeckt, die hier im Eis eine ganze Mahlzeit ersetzen. Wie einfach sich ein Schlitten mit leichtem Gepäck bewegen lässt. Wie sehr die Einsamkeit in der Natur zu innerem Frieden führt. Wie ratsam es ist, das Glück nicht dem Zufall zu überlassen. Und das Abenteuer des täglichen Lebens? Sind wir hier nicht mit den gleichen Dingen konfrontiert?
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.08.2020
Susanne Billig empfiehlt Erling Kagges Lebensratgeber aus dem Geist der Extremexpedition zum Südpol vor allem jungen Lesern. Denen berichtet der Autor laut Billig "zwanglos" und "bescheiden" aus eigener Erfahrung von der Bedeutung des ersten Schritts für das Bewältigen großer Aufgaben, von Mobbingerfahrungen und unerschütterlichem Optimismus. Gewürzt mit Seneca, Pascal und anderen ergibt das für Billig einen lebensbejahenden Aufruf zum Loslegen.
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