6 CDs; 420 Minuten Laufzeit. Ungekürzte Lesung. Aus dem Amerikanischen von Annemarie Horschitz-Horst. Mit diesem Buch begann die literarische Karriere von Ernest Hemingway. Der Stierkampf im spanischen Pamplona und das Leben im Paris der 20er Jahre zeigen Hemingways klassisches Porträt der "verlorenen Generation". Mit eindringlichen Bildern zeichnet er in den zentralen Charakteren, den Amerikanern Jake Barnes und dem Stierkämpfer Pedro Romero den Spannungsbogen zwischen Sinnverlust und existenzieller Verwurzelung.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 19.05.2004
Ernest Hemingways 1926 erschienener Roman "Fiesta" zeichnet das Porträt einer angloamerikanischen Gesellschaft im Paris der zwanziger Jahre - man trinkt "entsetzlich viel", "quält sich mit Sottisen" und fährt aus schierer Langeweile zum Stierkampf nach Pamplona, erzählt Ulrich Greiner. Hemingways "subtile Kunst des Dialogs" mache jedoch die ganze Verzweiflung hinter dem scheinbar frivolen Lebensstil deutlich. Christian Brückners Vortragskunst wird diesem "wunderbaren" Buch in jeder Hinsicht gerecht, findet Greiner. Nur die "berüchtigte" Übersetzung von Annemarie Horschitz-Horst hätte er sich an einigen Stellen korrigiert gewünscht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.02.2004
Wilhelm Trapp empfindet Christian Brückners Stimme als das "ideale Instrument" für Ernest Hemingways Debüt "Fiesta". Der Roman, in dem ohne Unterlass "gesoffen" wird, "ohne dass je ein guter Rausch aufkäme", schildert die Reise einer Gruppe Engländer und Amerikaner zum Stierkampf ins spanische Pamplona aus der Sicht des Ich-Erzählers Jake Barnes, der im Weltkrieg "mit seiner Manneskraft weit mehr als einen Körperteil verloren" hat. Diesem Angehörigen einer desillusionierten, "ausgebrannten Kriegsgeneration" leiht Brückner, der "redet, als ob er lieber schwiege" in "souveräner" und "natürlicher" Weise seine Stimme, lobt Trapp: "Mit der zwingenden Klarheit von einem, der endlich nüchtern wird."
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