Leslie M. M. Blume

Und alle benehmen sich daneben

Wie Hemingway seine Legende erschuf
Cover: Und alle benehmen sich daneben
dtv, München 2017
ISBN 9783423281096
Gebunden, 528 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Paris, ein Fest fürs Leben Durchsoffene Nächte, wilde Affären, hemmungsloser Ehrgeiz. Ellbogen zählen ebenso wie Talent. Der junge Ernest Hemingway hat nichts Geringeres vor, als die Romanliteratur zu revolutionieren, den großen Zeitgeistroman zu schreiben, nach dem alle Verlage fiebern. Mit 'Fiesta' gelingt ihm dieser Coup, und er wird, erst 27jährig, auf einen Schlag berühmt. Es sind die wilden Zwanziger in Paris, und die angelsächsische Expat-Gemeinde ist legendär: reiche Männer, schöne Frauen, Mäzene, erfolgreiche Literaten und solche, die es noch werden. im Mittelpunkt Hemingway, ein todestrunkener, stierkämpfender Aficionado, hartgesottener Trinker, hitzköpfiges literarisches Genie und - tatsächlich - Ehemann. Lesley M. M. Blume erforscht das schillernde Universum, in dem aus einem unbekannten jungen Autor eine Ikone der Weltliteratur wurde und erzählt von den Menschen, die Hemingway (oft wenig schmeichelhaft) in seinem Werk verewigte. Sie dringt ein ins Herz der Lost Generation und zeigt, wie sehr diese bis heute beeinflusst, was wir lesen und wie wir denken - über Jugend, Liebe, Sexualität und Exzess. Von Gertrude Stein und Ezra Pound bis F. Scott und Zelda Fitzgerald - das wilde Leben der Pariser Bohème.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.07.2017

Frauke Meyer-Gosau fühlt sich gut unterhalten mit Lesley M. M. Blumes, wie sie findet, detailreicher und nur manchmal verklatschter Rekonstruktion der Geburt der neuen amerikanischen Literatur Anfang der 20er Jahre aus dem Geist des Montparnasse. Dass weniger die Legende Hemingway als vielmehr die Entstehung des Schriftstellers Hemingway Thema ist, gefällt Meyer-Gosau gut. "Vergnüglich, Staunen machend" findet sie die Lektüre, stört sich aber dann und wann an der Selbstverliebtheit des Buches und einer allzu sehr am US-Original klebenden Übersetzung. Literatur-, Paris- und Hemingway-Fans sei der Band empfohlen, meint sie.

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