Die katholische Kirche als Institution und der Katholizismus als gesellschaftsprägende Kraft haben seit dem Zweiten Weltkrieg einen tiefen Wandel erlebt, der von Land zu Land und dort oft von Region zu Region große Unterschiede aufweist. Der Zweite Weltkrieg und dann die Jahre des Zweiten Vatikanischen Konzils mit dem fast gleichzeitig einsetzenden Kulturumbruch bildeten allenthalben einschneidende Zäsuren. Dennoch ist die religiös-kulturelle Landschaft Europas nach wie vor von großer Vielfalt. Im vierten Band wird diese Entwicklung für Großbritannien, Irland, das anglo- und frankophone Kanada sowie die Vereinigten Staaten faktenreich, prägnant und kritisch bis in die Gegenwart dargestellt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.01.2003
Mit dem vierten Band des auf sieben Bände angelegten, von Erwin Gatz herausgegebenen Werks "Kirche und Katholizismus seit 1945" liegt nun eine Darstellung des Katholizismus beidseits des Atlantiks vor, berichtet der mit "Hg." zeichnende Rezensent. Auf die Darstellung des englischen und des irischen Katholizismus in zwei Beiträgen von Oliver P. Rafferty folgen Kapitel über die Kirche im französisch- und im englischsprachigen Kanada (Jean-Claude Petit und Roberto Perin) und in den Vereinigten Staaten (Gerald P. Fogerty), hält der Rezensent fest. Gemeinsam sei den hier vorgeführten kirchlichen Verhältnissen die nach dem Zweiten Vatikanum entstandene Unruhe. "Das von Erwin Gatz so umsichtig geleitete Unternehmen", resümiert der Rezensent, "entpuppt sich nach und nach als eine Dokumentation des real existierenden Pluralismus, die in Rom gerade am rechten Ort erarbeitet wird."
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