Estelle Surbranche

So kam die Nacht

Roman
Cover: So kam die Nacht
Polar Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783945133477
Broschiert, 400 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Zwei befreundete Jurastudenten aus Paris finden beim Surfen in Biarritz eine große Menge reinen Kokains. Zurück in Paris werden die bis dahin unauffälligen Studenten zu Dealern und zu gern gesehenen Gästen auf Partys der Pariser Jeunesse dorée. Während Matthieu versucht, dem Drogenkonsum und exzessiven Partyleben zu entfliehen und sein Studium wieder aufzunehmen, macht Romain unter dem Einfluss des Kokses eine Persönlichkeitswandlung durch, die den immer im Schatten seines gutaussehenden Freundes stehenden, blassen Typen zum skrupellosen und brutalen Dealer werden lässt. Längst hat sich die Auftragskillerin Nathalie an ihre Fersen geheftet. Sie hat als Teenager im Krieg nicht nur ihre Eltern, sondern nach Erfahrungen extremer Gewalt jeglichen Glauben an so etwas wie Humanität verloren. Ihr einziger Halt ist der bedingungslose Gehorsam, mit dem sie ihrem Auftraggeber, einem Drogenboss dient.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.11.2017

Äußerst reizvoll findet Rezensent Stefan Fischer diesen Krimi der DJane und Mitbegründerin des französischen Magazins "Flavor", Estelle Surbranche, der ihm die Geschichte der Serbin Nathalie erzählt, die im Auftrag eines Pariser Koks-Dealers "lustvoll" tötet, um das im Jugoslawien-Krieg erlebte Gefühl des Ausgeliefertseins zu überwinden. Gebannt folgt der Kritiker auch der Drogenfahnderin Gabrielle Levasseur, die sich durch die Ermittlungen zu rehabilitieren versucht. Wie die Autorin die Motive ihrer sorgsam gezeichneten Figuren gegeneinander schneidet und sie zunehmend entfesselt, hat den Rezensenten beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.2017

Sandra Kegel bemerkt zwar die Holzschnittartigkeit der Milieuschilderungen und die Vorhersehbarkeit der Geschichte um ein brutales Drogenkartell, Sex und abhanden gekommenes Kokain in Estelle Surbranches Thriller-Debüt, packend findet sie das Buch dennoch. Laut Kegel liegt das an der Konfrontation zweier starker Frauen im Text, einer Kriminellen und einer Polizistin, sowie an den Perspektivwechseln der Erzählung.
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