Ins Englische übersetzt von Iain Galbraith. In einer Anstalt läuft ein Kind auf Gängen und Treppen herum, es streift an Gittern und Geländern vorbei. Das Gebäude verschluckt die Geräusche, die es verursacht, genauso wie das Schreien der Irren oder das Knarren altgewor-denen Linoleums. Manche Plätze soll das Kind meiden. Esther Dischereits Erzählung beschreibt eine Welt der Anstalten; nach den Nazijahren; zum Fürchten.
Auf Elisabeth Wagner wirkt Esther Dischereits Text verstörend, abgründig. Weil sich die Wahrnehmung der Figur bei Dischereit von Herrschaftsperspektiven löst und souverän wird, muss Wagner immerzu die Worte und Sätze anschauen. So erschließen sich ihr immer mehr Details und alles im Text wird vielsagender. Die Traurigkeit, die den Text für Wagner zu grundieren scheint, kommt aus der Erinnerung an die Lügen der 50er Jahre, als die Figur, das Kind, heranwächst.
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