Sprachholz reine vergangenheitsform, ungeschicht vom lenzenstumm zum wintergebet die struppigen knöchel armseligkeit schreiben und schreiben widers gewölk und verwünschen die namen der fülle sattes sommergestammel maulbeer der grüngrünen kronen ohne laut jahrzeitlich verstümmelt kommen sie erst zu wort.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.01.2025
Rezensentin Beate Tröger versenkt sich in Esther Kinskys zwischen Prosa und Gedicht changierende Beobachtungen und Schilderungen über die Maulbeerbäume und die Seidenraupenzucht im Friaul. Wie die Autorin dem Jahreslauf folgend Landschaft, Menschen und Brauchtum erkundet und immer wieder "poetische Verschränkungen" ermöglicht, gefällt Tröger gut. Die Texte verortet sie zwischen Naturwahrnehmung, Sprachreflexion und existenzieller Erkundung des Miteinanders von Mensch, Gelände und Sprache.
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