Sprachholz reine vergangenheitsform, ungeschicht vom lenzenstumm zum wintergebet die struppigen knöchel armseligkeit schreiben und schreiben widers gewölk und verwünschen die namen der fülle sattes sommergestammel maulbeer der grüngrünen kronen ohne laut jahrzeitlich verstümmelt kommen sie erst zu wort.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 14.01.2025
Rezensentin Beate Tröger versenkt sich in Esther Kinskys zwischen Prosa und Gedicht changierende Beobachtungen und Schilderungen über die Maulbeerbäume und die Seidenraupenzucht im Friaul. Wie die Autorin dem Jahreslauf folgend Landschaft, Menschen und Brauchtum erkundet und immer wieder "poetische Verschränkungen" ermöglicht, gefällt Tröger gut. Die Texte verortet sie zwischen Naturwahrnehmung, Sprachreflexion und existenzieller Erkundung des Miteinanders von Mensch, Gelände und Sprache.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…