Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2005
Ein vielfach Unbehauster ist der tschechische Dichter Ludvik Kundera. 1943 geriet er als Zwangsarbeiter nach Deutschland und in der Tschechoslowakei wurde er 1968 zur persona non grata. Dieses Schicksal ist, so die Rezensentin Christiane Zintzen, seinen Gedichten abzulesen. Nicht als Flucht-, sondern als Gegenbewegung der Fantasie entwerfe der Dichter ferne Schauplätze, das antike Rom oder auch das Lissabon des Autors Fernando Pessoa. In seinen Texten erweist er sich, so Zintzen, als ein "Dichter von Stille und Aufruhr, Empfangen und Geben".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…