Wer Ohren hat zu hören, dem vermittelt sich Bernhard Leitners Kunst unmittelbar. Radikale Tonexperimente, verdichtete Klangfelder. Leitner, ausgebildeter Architekt, schafft mit Klängen (durch-)wandelbare Räume, kreiert innovative intime akustische Räume, um Klang-Bewegungen im Körper selbst zu erleben, integriert Arbeiten als mediale Kunst am Bau, nutzt Ausstellungsbesucher als Resonanzkörper und spielt mit deren akustischen Gehirnen. Nach den ersten Entwurfsskizzen zu einem Soundcube (1969) folgten die nächsten Jahrzehnte TonRaumskulpturen in beeindruckender Vielfalt. Auf detailreichen, fragilen Zeichnungen entwickelt Bernhard Leitner seine künstlerischen Vorstellungen, die teils erst umgesetzt werden können, wenn die technischen Voraussetzungen dafür erfunden oder produziert worden sind. Die vorliegende Publikation ermöglicht erstmals direkten Einblick in Leitners visionäre Skizzenbücher und Ideennotizen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.05.2016
Bevor es Computer gab, mussten Klangkünstler wie Bernhard Leitner ihre Installationen auf Papier austüfteln und notieren, weiß Wolfgang Schreiber. Leitner war mit seinen Ton-Räumen in den Sechzigjahren einer der ersten, die in dieser Form mit Klang-Installationen arbeiteten, erklärt der Rezensent, und in seinem "Skizzenbuch Notation Ton-Räume" ist diese Arbeit jetzt eindrucksvoll nachzuvollziehen. Folgt man der Interpretation in Eugen Blumes Vorwort, gibt es jenseits der technischen Faszination auch eine philosophische Dimension Leitners, so Schreiber: seine "Klangaktionen" sollen dem Menschen ein verloren gegangenes Gefühl für die "Ganzheitlichkeit der Sinne" erschließen, beschreibt der Rezensent.
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