Herausgegeben von Renate Wiehager. Im Herbst 2000 wurde die Ausstellungsreihe "Minimalism and After" für die Sammlung DaimlerChrysler konzipiert. Ausgangsgedanke von "Minimalism and After" ist es, formal reduzierte Bildkonzepte und geometrische Abstraktion als eigenständige künstlerische Phänomene neben der klassischen Minimal Art zu positionieren und dabei europäische und amerikanische Entwicklungen nicht länger streng getrennt zu betrachten. So ist eine Wirkungsgeschichte neu zu entdecken, die in der "Emigration" von Bauhaus und Konstruktivismus in den 1930er Jahren und deren Rezeption in den USA ihren Ausgang nimmt und bis in die internationale zeitgenössische Kunst führt. Der Band stellt rund 200 Werke von etwa 100 Künstlern in substanziellen Werkmonografien vor, ergänzt um Essays, die die nationalen und stilistischen Charakteristika zusammenfassen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.05.2007
Einen guten Überblick über die Entwicklungen der minimalistischen Kunst von 1950 bis heute findet Karolina Dankow in dieser Publikation der Daimler Chrysler Collection, die die Ankäufe der Sammlung aus den Jahren 2000-2006 zeigt. Sie begrüßt, dass der Band amerikanische und europäische minimalistisch, konstruktivistisch oder konzeptuell geprägte Tendenzen vereint. So wird für sie deutlich, dass Minimal Art keineswegs - wie gelegentlich behauptet wird - eine rein amerikanische Kunstrichtung ist. Entsprechend dem Titel "Minimalism and After" widmet sich der Band nach Auskunft von Dankow auch den Tendenzen außerhalb der klassischen Minimal Art. Dabei kommen zu ihrer Freude besonders zeitgenössische Positionen zu ihrem Recht.
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