Was ist eigentlich los im deutschen Management? Kaum ein Tag vergeht, ohne dass die Medien nicht kritisch über die Zunft der Führungskräfte berichten. Sind die deutschen Manager denn seit dem Beginn der Bundesrepublik immer schlechter geworden? War früher etwa alles besser, als es noch »richtige« Unternehmerpersönlichkeiten gab? Wer ernsthaft Antworten auf diese Fragen sucht, wird diese nicht in den Clippings der morgendlichen Presseschau finden, sondern nur in der Identitätsstruktur der Betroffenen selbst. Das ist zwar ein wenig mühsamer, allerdings auch sehr viel spannender.Bei einer Betrachtung der Ergebnisse aus der Vogelschauperspektive könnte man fast meinen, dass jede Zeit den Typ Manager hervorbringt, der gerade nötig ist. Und Medienschelte trifft eben nicht selten Manager, die »ihrer Zeit« hinterher laufen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.04.2008
Gerade einmal 14 Prozent der angefragten deutschen Topmanager ließen sich auf die zweistündigen Interviews von Eugen Buß ein, stellt Robert Fieten fest und findet es sowohl für die Manager wie auch das Buch bezeichnend. Denn vertreten sei hier vor allem der Manager aus der Nachkriegsgeneration, die neue Generation der kapitalmarktorientierten "oftmals wie geklont wirkender Spitzenmanager" suche man hier vergeblich. Die Befragung selbst bringe interessante, aber nicht unbedingt überraschende Erkenntnisse über das private Umfeld, den Werdegang und die Wertvorstellungen deutscher Manager ans Licht. Der deutsche Manager, der in diesen Porträts in Erscheinung tritt, "interpretiere soziale Verantwortung anders, als es die öffentliche Debatte derzeit nahelegt", schreibt der Rezensent, und sei weder in einem "geschlossenen Netzwerk der Wirtschaftseliten" organisiert noch nehme er bewusst politischen Einfluss. Ihr schlechtes Image in der Öffentlichkeit sei den Managern durchaus bewusst, allerdings würden sie wenig dagegen tun. Vermisst hat der Rezensent in diesem Buch die .
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